Geschäftsordnung

 

 

Präambel

Nachfolgende Geschäftsordnung regelt die Arbeits- und Verfahrensweise des Vorstands gemäß § 8 der Satzung.

 

§ 1 Geschäftsordnung (Erlass/ Änderung)

Die Geschäftsordnung kann jederzeit durch den Vorstand geändert oder aufgehoben werden.

 

§ 2 Sitzungen des Gesamtvorstands

1. Vorstandssitzungen finden regelmäßig  12 Mal im Jahr statt. In begründeten Ausnahmefällen können auf schriftlichen Antrag eines Drittels der Vorstandsmit-glieder weitere Sitzungen einberufen werden. Voraussetzung ist, dass der Antrag die im Rahmen der Vorstandssitzung zu besprechenden Angelegenheiten konkret benennt. Zudem sind die Gründe darzulegen, warum ein Abwarten bis zur nächsten ordentlichen Sitzung nicht möglich ist.

2. Der Vorstand legt die Termine für die ordentlichen Vorstandssitzungen bis zum Ende eines jeden Jahres für das kommende Jahr fest.

 

§ 3 Tagesordnung

1. Die Tagesordnung wird von dem 1. Vorsitzenden in Zusammenarbeit mit dem 2. Vorsitzenden aufgestellt.

2. Die Tagesordnung hat alle Anträge der Vorstandmitglieder zu enthalten, die bis 2 Tage vor der Sitzung bei dem 1. Vorsitzenden eingegangen sind.

3. Die Tagesordnung ist den Vorstandsmitgliedern 1 Tag vor dem Sitzungstermin schriftlich mitzuteilen.

 

§ 4 Vertraulichkeit/ Öffentlichkeit

1. Die Sitzungen des Vorstandes sind nicht öffentlich.

2. Der Vorstand kann mit einfacher Mehrheit über die Zulassung weiterer Personen zur Sitzung entscheiden.

3. Die im Rahmen der Vorstandssitzung beratenen Tagesordnungspunkte sind vertraulich zu behandeln.

 

§ 5 Sitzungsleitung

Die Sitzungen des Vorstands werden von dem 1. Vorsitzenden geleitet. Sollte der 1. Vorsitzende verhindert sein, so obliegt die Sitzungsleitung dem 2. Vorsitzenden. Wenn beide Vorsitzende verhindert sind, kann ein weiteres Vorstandsmitglied mit der Sitzungsleitung beauftragt werden.

 

§ 6 Beschlussfähigkeit

1. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 der Vorstandsmitglieder anwesend sind.

2. Die Beschlussfähigkeit ist zu Beginn der Sitzung von dem Sitzungsleiter festzustellen.

 

§ 7 Beratungsgegenstand

1. Gegenstand der Beratung sind nur die in der Tagesordnung festgelegten Beratungspunkte.

2. In dringenden Fällen können weitere Tagesordnungspunkte zugelassen werden. Voraussetzung dafür ist die einfache Mehrheit der im Sitzungstermin anwesenden Vorstandsmitglieder.

 

§ 8 Abstimmung

1. Zur Abstimmung sind nur die in den Vorstandssitzungen anwesenden Mitglieder des Vorstandes berechtigt. Eine Stimmrechtsübertragung ist ausgeschlossen.

2. Abstimmungen erfolgen in der durch den Sitzungsleiter bestimmten Form (Handzeichen, Zuruf, schriftliche Abstimmung).

3. Der Vorstand entscheidet über Anträge mit 2/3 Mehrheit. 

 

§ 9 Niederschrift

1. Der Ablauf einer jeden Vorstandssitzung ist durch den Protokollführer schriftlich festzuhalten und innerhalb von 14 Tagen dem 1. Vorsitzenden einzureichen.

2. Das gefertigte Sitzungsprotokoll ist von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen.

3. Jedem Vorstandsmitglied ist eine Abschrift des Sitzungsprotokolls zu übermitteln.

4. Gegen den Inhalt des Protokolls kann jedes Vorstandsmitglied innerhalb einer zweiwöchigen Frist nach Zustellung schriftlich Einwendungen erheben. Über Einwendungen wird in der nächsten Vorstandssitzung entschieden. Sollte bis zum Ablauf der Frist keine Einwendungen erhoben werden, so gilt das Sitzungsprotokoll als genehmigt.

§10 Geschäftsführung einzelner Mitglieder des Vorstands

1. Jedes Mitglied des Vorstands ist im Rahmen seiner Aufgaben und der Beschlüsse des Vorstands allein geschäftsführungsbefugt, im Außenverhältnis des Vereins jedoch nur zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstands.

2. Der Vorsitzende des Vorstands ist laufend über alle wesentlichen Angelegenheiten des Vereins, sowie auf sein Verlangen auch über einzelne Angelegenheiten zu unterrichten.

3. Maßnahmen und Geschäfte, die für den Verein von außergewöhnlicher

Bedeutung sind, insbesondere solche, mit denen ein außergewöhnliches wirt-schaftliches Risiko verbunden ist, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Gesamtvorstands, soweit nicht eine sofortige Maßnahme nach pflichtgemäßem Ermessen zur Vermeidung drohender Nachteile für den Verein erforderlich ist. Hierfür ist das Akzept des Gesamtvorstandes nachträglich einzuholen. 

4. Maßnahmen, die eine jährliche finanzielle Verpflichtung von mehr als 4 % der jährlichen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen betragen, bedürfen zu ihrer Durchführung der Genehmigung durch die Mitglieder im Rahmen einer Mitgliederversammlung. Nur in Ausnahmenfällen (zur Abwendung Existenz gefährdender Umstände) darf der Gesamtvorstand ohne das vorherige Akzept der Mitglieder handeln, muss dann aber im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung das Akzept nachträglich einholen. Arbeitsverträge sind in § 11 gesondert geregelt.

6. Die Alimentierung von Vorstandsmitgliedern ohne entsprechende Notwendigkeit ist nicht erlaubt. Dazu zählen u.a. die Verteilung von Computern, Handys, Sportkleidung. Im Einzelfall können per Beschluss einzelne Vorstandsmitglieder alimentiert werden. Dazu ist das Akzept durch die Mitgliederversammlung notwendig. 

7. Privateinkäufe laufen nicht über die Konten des Kraftsportvereins 1959 Langen e.V.

 

§ 11 Arbeitsverträgen und Entgelte

 

1. Die Arbeit des Vorstands (und der Mitglieder) soll ehrenamtlich erfolgen. Davon unbenommen sind Aufwandsentschädigungen (Ehrenamtspauschale gem. § 3 Nr. 26 a EStG) und Übungsleiterpauschalen nach § 3 Nr. 26 EStG, soweit eine reale Leistung hinter dem Entgelt steht. Verdeckte Entgelte (Handgeld, vorgeschobene bzw. überhöhte Reisekosten, usw.) sind nicht gestattet. Entgelte sind transparent zu gestalten.

 

2. Alle Vorstandsmitglieder nehmen in Absprache mit dem Vorstand Repräsentationspflichten durch den Besuch von Wettkämpfen und Vereinsveranstaltungen wahr. Im Rahmen ihrer Vorbildfunktion wird von jedem Vorstandsmitglied erwartet, dass diese sich aktiv an der Planung, Organisation und Durchführung von Vereinsveranstaltungen in allen Bereichen beteiligen.

 

3. Arbeitsverträge stellen in der Regel eine langfristige finanzielle Verpflichtung für den Verein dar. Neue Arbeitsverträge fallen jedoch nicht unter § 8 Satz 4. Über Arbeitsverträge entscheidet der Vorstand mit besonderer Sorgfalt unter Einhaltung der Satzung und der geltenden Gesetze, mit Ausnahme von § 10 Punkt 3.

 

4. Entgelte für Vorstandsmitglieder und deren Angehörige sind im Voraus von der Mitgliederversammlung genehmigungspflichtig. Die Entgelte sind auch ohne Antrag explizit bei der Mitgliederversammlung transparent im Rahmen des Rechenschaftsberichts darzulegen.

 

5. Eine Erhöhung des Entgelts für einzelne Arbeitnehmer oder Vorstandsmitglieder über einen Bereich von max. 3 % vom Monats-bruttogehalt p.a. hinaus, bedürfen der Zustimmung durch den Gesamtvorstand. 

 

6. Prämien sind zulässig. Sie sind transparent zu gestalten und durch den geschäftsführenden Vorstand zu beschließen (max. 20 % vom Monatsbruttogehalt p.a.). Höhere Prämien sind durch den Gesamtvorstand zu beschließen.

 

§ 12 Gültigkeit

Diese Geschäftsordnung wird mit der Annahme durch den Gesamtvorstand gültig. Änderungen an der Geschäftsordnung sind durch 2/3 Mehrheit des Gesamtvorstandes zu beschließen. Für die Aussetzung oder Aufhebung der Geschäftsordnung ist eine einfache Mehrheit in der Mitgliederversammlung notwendig. Änderungen der Geschäftsordnung sind den Mitgliedern sofort durch Aushang bekannt zu geben

 

§ 13 Inkrafttreten

Die vorliegende Geschäftsordnung tritt mit Wirkung vom 07.02.2013 in Kraft.